
Für uns ist es wichtig, fachlich am Puls zu bleiben und neue Perspektiven aufzunehmen. Am 5. Mai bot der Dev Day 2026 dafür den passenden Rahmen: Unser Team war vor Ort mit einer Frage im Gepäck, die uns auch in unserer eigenen Arbeit beschäftigt:
Wie verändert KI Entwicklungsarbeit – und was bleibt Aufgabe des Menschen?
Im Workshop „KI kann coden – und jetzt?“ ging es genau um diese Verschiebung.
Nicht um die Frage, ob KI Entwickler:innen ersetzt, sondern wie sich Arbeit verändert, wenn KI-gestützte Werkzeuge stärker in den Alltag einziehen. Besonders interessant war für uns der Blick darauf, wie andere Teams diese Werkzeuge heute bereits nutzen – und was sich daraus für die weitere Entwicklung ableiten lässt.
Aus unserer Beobachtung verschiebt sich die Arbeit an drei Stellen, die im Alltag spürbar sind:
Code-Reviews werden wichtiger.
Auch wenn KI Code erzeugt, bleiben Entwickler:innen verantwortlich für das Ergebnis. Der Anspruch verschiebt sich dabei: Entscheidend ist nicht nur, ob eine Lösung technisch funktioniert, sondern ob sie zur Architektur, zur fachlichen Anforderung und zum Gesamtsystem passt.
Fehler werden schwieriger zu erkennen.
KI-generierter Code kann auf den ersten Blick sauber wirken und Tests bestehen. Trotzdem kann die Lösung fachlich am eigentlichen Bedarf vorbeigehen. Deshalb wird der bewusste Abgleich von Anforderung, Kontext und Umsetzung wichtiger.
Mentoring verändert sich.
Erfahrene Entwickler:innen geben nicht nur technisches Wissen weiter, sondern vor allem Kontext: Warum wurde etwas so gelöst? Welche Abhängigkeiten gibt es? Wo ist Vorsicht nötig? Gleichzeitig bringen jüngere Entwickler:innen oft einen offenen Blick auf neue Werkzeuge mit. Beides hilft dem Team, gemeinsam zu lernen.
Unser Fazit:
KI verändert, wie digitale Lösungen entstehen. Aber sie ersetzt nicht das Verständnis für Fachlichkeit, Kontext und das eigentliche Problem. Gute Lösungen entstehen dort, wo Technologie, Fachlichkeit und menschliches Verständnis sinnvoll zusammenkommen.